
„Der Beginn einer neuen Ära“, so bezeichnete IATA die Einführung von e-Freight auf dem inneramerikanischen Markt Anfang Juli. 58 US- amerikanische Flughäfen unterstützen nun das e-Freight-Konzept. Für uns bei TRAXON ist das eine klare Bestätigung auf unserem Weg, Papier in der Luftfrachtkette durch elektronische Nachrichten zu ersetzen. Wie wir das machen? Darüber erfahren Sie mehr in diesem eTracker oder auf einer der bevorstehenden TRAXON-Veranstaltungen. Weitere Highlights in dieser Ausgabe: Neuigkeiten von TRAXON India und unsere Pläne zur e-AWB-Initiative der IATA.
Felix Keck
Geschäftsführer von TRAXON Europe
Elektronische AWB der IATA soll e-Freight vorantreiben

Die International Air Transport Association (IATA) hat sich zum Ziel gesetzt, durch die verstärkte Verwendung von elektronischen statt papiergebundenen Luftfrachtbriefen (AWBs), das e-Freight-Aufkommen zu erhöhen und eine größere Anzahl von Fluggesellschaften und Luftfrachtagenten für die IATA-e-Freight-Initiative zu gewinnen.
TRAXON Europe, ein begeisterter Verfechter der IATA-e-Freight-Initiative, entwickelt zurzeit eine neue Lösung, die die webbasierte Erfassung von AWB (Air Waybill) oder HAWB (House Air Waybill) in Übereinstimmung mit den Erfordernissen der IATA-e-AWB- und e-Freight-Initiative erlaubt. Das Produkt soll Fluggesellschaften dabei unterstützen, kleineren und mittelständischen Spediteuren, die bislang noch nicht über eine passende IT-Lösung verfügen, den Versand von elektronischen AWBs zu ermöglichen.
Die neue Lösung wird bewährte TRAXON-Kommunikationswege wie TRAXON EDI und TRAXON Line ergänzen. Beide sind selbstverständlich IATA-e-AWB-kompatibel, d. h. ihre Nutzer können problemlos an der IATA-Initiative teilnehmen. Das neue Produkt, das in der Implementierung sehr flexibel ist, wird noch im Laufe des Jahres eingeführt.
Fluggesellschaften profitieren von der AWB-Datenerfassung, indem sie elektronische AWB-Informationen ohne eigene manuelle Dateneingabe speichern und weiterleiten können. Zusätzlich werden die Frachtprozesse der Fluggesellschaften durch die höhere Genauigkeit und schnellere Verfügbarkeit der Informationen der elektronischen AWBs erleichtert. Neben besserem Datenschutz bietet die elektronische AWB darüber hinaus die Möglichkeit, Transaktionskosten zu verringern und jene Verzögerungen zu vermeiden, wie sie etwa durch den Verlust papiergebundener AWBs entstehen.
Im Bestreben, die Brancheneffizienz zu erhöhen, nimmt die IATA die angeschlossenen Fluggesellschaften in die Pflicht, die Penetration von e-AWBs voranzutreiben. Das IATA Cargo Committee hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende des Jahres 2014 papiergebundene Luftfrachtbriefe vollständig durch elektronische AWBs zu ersetzen. Die elektronische AWB wird als wichtiger Schritt in Richtung einer vollständigen papierfreien Luftfrachtlieferkette gesehen. Felix Keck, Geschäftsführer von TRAXON Europe, meint hierzu: „e-Freight ist die Zukunft der Branche. Wir begrüßen die IATA-Initiative von ganzem Herzen, denn die Vorteile sind enorm. Wir ermutigen unsere Partner bei Fluggesellschaften und Spediteuren, der Initiative beizutreten. Papierfreie Prozesse reduzieren nicht nur Unregelmäßigkeiten, die auf Grund fehlender Dokumente entstehen, sondern sorgen auch dafür, dass das Ausdrucken von Dokumenten der Vergangenheit angehört. Dadurch sparen alle Zeit und Geld. e-Freight wird den Einsatz von Papier in der Luftfrachtbranche deutlich verringern, und das wiederum wird positive Auswirkungen auf die Umwelt haben.“
Zu Beginn des Jahres hatte TRAXON Europe bereits eCargo Pouch® eingeführt, ein zentrales Dokumenten- und Nachrichten-Management-System, das die Erstellung, Archivierung und das Einsehen von virtuellen Dokumententaschen ermöglicht, vergleichbar mit den Papiertaschen, die derzeit Luftfrachtsendungen begleiten. Mit eCargo Pouch® können Luftfrachtspediteure Handels- und Transportdokumente wie Handelsrechnungen, Ursprungszertifikate, Packlisten, Air Waybills oder House Air Waybills elektronisch ablegen. Diese Dokumente stehen dann in Echtzeit via Internet allen autorisierten Partnern innerhalb der Lieferkette zur Verfügung. Auf Wunsch können alle Dokumente auch lokal ausgedruckt werden. Rund 16 der bis zu 30 für eine Sendung vorgesehenen Begleitdokumente sind bereits jetzt in einem von der IATA akzeptierten elektronischen Format verfügbar.
Fallstudie: Hellmann nutzt TRAXON EDI zur Frachtkommunikation mit Fluggesellschaften

Hellmann Worldwide Logistics GmbH & Co. KG ist einer der weltweit führenden, familiengeführten Logistik-Anbieter aus Deutschland. Insgesamt 8652 Mitarbeiter zählt das Unternehmen, die einen Umsatz von ca. 2,47 Milliarden Euro erwirtschaften. Hellmann Worldwide Logistics ist in 157 Ländern vertreten. Luftfracht ist ein bedeutender Zweig der Firmenaktivitäten, der im Rahmen von Hellmanns globaler Expansion weiter wächst.
Das Besondere an Hellmann sind das traditionelle Umweltbewusstsein, die Firmenphilosophie und das Bekenntnis zu Qualität. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Bestreben, ein kooperativer Partner zu sein, für den gute Zusammenarbeit zählt. Das Unternehmen hat daher in zukunftsweisende Technologien investiert, etwa in IT-Systeme, die die Verwendung von Papier entlang der Lieferkette überflüssig machen.
„Wir arbeiten seit 1995 mit TRAXON Europe zusammen“, erklärt Hans Helmkamp, Produkt-Manager Hellogic bei Hellmann Worldwide Logistics. „Zu diesem Zeitpunkt gab es nur einige wenige CCS-Anbieter, die eine umfassende Luftfracht-Lösung für die Anbindung mit unseren bevorzugten Fluggesellschaften vorweisen konnten.“
Voll integrierte Host-to-Host-Lösung
Hellmann hat sich für TRAXON EDI entschieden, eine voll integrierte Lösung für die Host-to-Host-Kommunikation zwischen allen Logistikpartnern (Fluggesellschaften, Ground Handling Agenten, GSAs, Verladern, Zoll und Spediteuren). TRAXON EDI unterstützt eine Vielfalt von Nachrichtentypen, Protokollen, Systemarchitekturen und Verbindungsoptionen. Unabhängig davon, welche Art von Standardnachricht oder nutzerdefinierter EDI-Information in das TRAXON System gespeist wird, alle Nachrichten werden entsprechend den Anforderungen des Senders und Empfängers übermittelt. Das schließt das Umformatieren von Daten und die direkte Konvertierung von Flat Files in das IATA-CargoIMP bzw. XML-Format mit ein.
Hellmann nutzt dabei die TRAXON EDI-Module eins bis vier für elektronische Buchungen sowie Document Processing. So ermöglicht TRAXON Hellmann die Kommunikation mit allen Fluggesellschaften, die an TRAXON angeschlossen sind, via IATA- EDI-Standard-CargoIMP-Nachrichten. Das schließt die Übertragung von Luftfrachtbriefen im FWB-Format, die Übermittlung des Consol-Manifests im FHL-Format, elektronische Frachtbuchungen, den Erhalt von Buchungsbestätigungen (FFR/FFA) und das Weiterleiten von FWB- und FHL-Nachrichten an Ground Handling Agenten und andere Mitglieder der Lieferkette ein.
Loyalität und Vertrauen
Helmkamp ist mit der Zusammenarbeit und Unterstützung sehr zufrieden. „Hellmann ist überzeugt, dass sich langfristige Geschäftsbeziehungen auszahlen. Darum sind wir aktiv bemüht, mit unseren Mitarbeitern, Kunden und Dienstleistern nutzbringende und lang anhaltende Verbindungen zu knüpfen. Bei TRAXON profitieren wir von einer über 20-jährigen Erfahrung in der Abwicklung von EDI-Prozessen gemäß den Branchenstandards. Wir konnten TRAXON EDI problemlos in unser umfassendes Transportmanagementsystem Hellogic/cargO TMS integrieren. Darüber hinaus hat sich das System als sehr zuverlässig erwiesen.“
Hellmann ist bereits seit einigen Jahren ein assoziiertes Mitglied der IATA-Cargo-2000-Initiative, strebt aber an, 2011 eine aktivere Rolle zu spielen. „e-Freight und Cargo 2000 sind zwei wichtige und notwendige IATA-Initiativen. Ihr Ziel ist es, die Effizienz voranzutreiben und Fluggesellschaften und Spediteure auf Augenhöhe mit Integratoren zu bringen. Unser Betriebssystem entspricht bereits den e-Freight-Anforderungen. Wir wollen jetzt herausfinden, wie wir die Prozesse weiter optimieren können“, sagt Hans Helmkamp.
In Kürze
Die Aufgabe
In den 1990er Jahren war Hellmann auf der Suche nach einem CCS-Anbieter, um die Kommunikation mit den Fluggesellschaften zu erleichtern. Die Firma will jetzt weitere Schritte unternehmen, um die Verwendung von Papier in der Lieferkette abzuschaffen.
Die Lösung
TRAXON EDI bot für Hellmanns Kommunikationsanforderungen eine maßgeschneiderte Host-to-Host-Lösung, die in das existierende hauseigene System integriert werden konnte.
Die Vorteile
• Einfache Handhabbarkeit ermöglicht eine höhere Produktivität und geringere Transaktions- und Betriebskosten.
• Mitarbeiter können sich auf anspruchsvollere Aufgaben konzentrieren.
• Echtzeit-Informationen und Automatisierung der Prozesse ermöglichen einen branchenführenden Kundenservice.
• Regulative Änderungen werden automatisch in die System-Updates aufgenommen.
• Hellmann ist bestens darauf vorbereitet, zukünftige Herausforderungen bei der Automatisierung der Lufttransportkette zu bewältigen.
• Mittelfristiges Ziel ist es, die Verwendung von Papier in Luftfrachtprozessen überflüssig zu machen.
Puneet Chaturvedi wird Geschäftsführer bei TRAXON India

TRAXON India, 1994 als Gemeinschaftsunternehmen von TRAXON Europe und der indischen Bird Group gegründet, hat vor kurzem Puneet Chaturvedi als Geschäftsführer berufen. Anlässlich eines Besuchs im TRAXON Headoffice in Frankfurt am Main sprach Puneet Chaturvedi mit dem eTracker über die Herausforderungen des indischen Marktes.
Herr Chaturvedi, willkommen in der TRAXON-Familie! Sie sind neu in unserer Organisation. Sind Sie auch neu in der Branche?
Ja und nein. Ich habe bisher im Management der Frachtabteilungen verschiedener internationaler Fluggesellschaften und Spediteure, wie zum Beispiel Panalpina und Hellmann, gearbeitet. 20 Jahre Erfahrung in der Luftfrachtbranche sind eine gute Ausgangslage, um eine neue Herausforderung bei einem CCS-Anbieter anzunehmen. TRAXON India verknüpft ja nicht nur Spediteure und Fluggesellschaften, sondern war auch die fehlende Verbindung in meiner Karriere. So gesehen bin ich sehr froh, die Gelegenheit zu erhalten, meine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.
Was sind Ihre Ziele für die Entwicklung von TRAXON India?
In meinen ersten beiden Monaten bei TRAXON India konnte unser Team eine Reihe von Neukunden gewinnen. Wie Martin Luther King einst sagte: „Ich habe einen Traum.“ Mein Ehrgeiz ist es, Geschäftsverbindungen herzustellen, indem wir sie vereinfachen. Das passt zu unserer Vision, unseren Einsatz in den nächsten Monaten zu verdoppeln.
Mittelfristig strebe ich an, unseren Wirkungsbereich auf den gesamten indischen Subkontinent auszuweiten. In den bisherigen Tätigkeiten erstreckte sich meine Verantwortlichkeit auf ganz Südasien. Während dieser Zeit konnte ich eine Menge Kontakte knüpfen, die sich für die aktuellen Expansionspläne als sehr nützlich erweisen könnten.
Worauf werden Sie den Schwerpunkt bei den Produkten legen?
Sowohl TRAXON EDI als auch unser Zoll-Portfolio haben hohes Potenzial. Auch das Bewusstsein für e-Freight wird eine bedeutende Rolle spielen, da die indischen Firmen sich in den kommenden Monaten auf diesen Wechsel vorbereiten müssen.
Was war das bis jetzt erfolgreichste TRAXON-Produkt in Indien?
Die Anbindung an den indischen Zoll im Juni 2004, als aus Sicherheitsgründen elektronische Vorabinformationen Pflicht wurden.
Wie weit ist die Branche in Bezug auf papierfreie Luftfrachtprozesse bis heute vorangekommen, wenn man die unterschiedlichen Glieder der Lieferkette in Indien betrachtet?
Heute spricht jeder über e-Freight. Die indische Regierung unterstützt e-Freight, um im Hinblick auf ausländische Handelsaktivitäten einen höheren Grad an Transparenz zu erreichen. Trotzdem gibt es in Indien noch eine Menge Schwierigkeiten, und auch für die Regierung erweist es sich als schwierig, eine Schneise durch den bürokratischen Dschungel zu schlagen.
Zurzeit können nur einige Zollbüros teilweise elektronische Dokumente verarbeiten, aber die Akzeptanz bei den Behörden ist immer noch fraglich. Die International Air Transport Association (IATA) hat Ende 2010 als Ziel für die Einführung von e-Freight in Indien gesetzt. Trotzdem wurde bis jetzt nur ein kleiner Teil der Vorbereitungsarbeiten geleistet.
Wo sehen Sie den größten Unterschied zwischen Europa und Indien in Bezug auf die Akzeptanz von IT-Plattformen und -Produkten, wie sie von TRAXON angeboten werden?
IT hat bisher keine bedeutende Rolle in der indischen Frachtbranche gespielt, wenn man die Schnittstellen zwischen den verschiedenen Teilnehmern der Frachtkette betrachtet. Zusätzlich muss man sehen, dass viele Fluggesellschaften, die den indischen Markt bedienen, nicht über die hochentwickelten IT-Systeme verfügen, wie sie die großen globalen Airlines nutzen.
Gleichzeitig verlieren indische Spediteure Marktanteile auf ihrem Heimatmarkt, da sie im starken Wettbewerb mit den Global Players stehen. Diese haben sich bereits einen beträchtlichen Anteil am Markt gesichert. Die internationalen Spediteure verfügen alle über anspruchsvolle IT-Systeme. Sie haben versucht, ihre Vertreter und Agenten in Indien zu ermutigen, die eigenen IT-Systeme zu modernisieren und CCS-Anbieter (Cargo Community Systems) zu nutzen. Trotzdem verwenden viele indische Firmen IT-Produkte und -Systeme, die selbst gestrickt sind, sowie lokale Software-Lösungen, die von ihren Kunden verlangt werden. Diese lassen sich nicht ohne weiteres in Cargo Community Systeme integrieren. Aber ich bin sicher, dass wir diese Herausforderungen meistern werden.
Was ist Ihr Zielmarkt?
Selbstverständlich alle Vertreter der Luftfrachtbranche in Indien. Ich bin überzeugt, dass indische Unternehmen ihr internationales Image und ihre Servicequalität deutlich verbessern können und wesentlich wettbewerbsfähiger werden, wenn sie in moderne Host-to-Host-Kommunikationslösungen investieren. Zurzeit haben viele Unternehmen das Nachsehen, da sie keine zuverlässige elektronische Kommunikation nach europäischen Standards bieten können.
Vielen Dank für das Gespräch.

Firmenporträt
TRAXON India wurde 1994 gegründet. Der Firmenhauptsitz befindet sich in Delhi, mit Niederlassungen in Bangalore, Chennai, Hyderabad, Kolkata, Mumbai und Trivandrum. TRAXON India ermöglicht mehr als 350 Spediteuren in Indien den Zugang zum TRAXON Netzwerk und den Nachrichtenaustausch mit 50 internationalen Fluggesellschaften. TRAXON India verfügt über einen offiziell authorisierten Zugang zum Indian Customs Electronic Data Interchange System.
Sie wollen Vorsprung durch Wissen? Dann sind die TRAXON Foren genau das Richtige für Sie.
Wer sich e-Freight auf die Fahnen schreibt, sollte die TRAXON Foren nicht verpassen. Die von TRAXON Europe organisierten Veranstaltungen zeigen, wie leicht e-Freight funktionieren kann.
Das Forum für Luftfrachtpartner, die Informationen aus erster Hand suchen
Sie interessieren sich für e-Freight? Gut! Wir helfen unseren Kunden, Lösungen für ihre individuellen e-Freight-Konzepte zu entwickeln und umzusetzen. eCargo Pouch®, unser zentrales Dokumenten- und Nachrichten-Management-System, ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Zu Beginn des Jahres eingeführt, veranstalten wir nun eine Reihe von Foren und Veranstaltungen, um nicht nur eCargo Pouch®, sondern unser komplettes e-Freight-Portfolio vorzustellen. Nutzen Sie die Gelegenheit, um mehr über TRAXON EDI, TRAXON Line, TRAXON AWB Data Capture, MIP- und Message Quality Reports zu erfahren.

TRAXON Forum Schweiz: e-Freight - so einfach geht’s mit TRAXON Europe
Aktuelle Brancheninformationen aus erster Hand erwarten Sie. Markus Löffler, Senior Manager Business Services & Quality bei Swiss WorldCargo, spricht über e-Freight und die notwendigen Voraussetzungen für den Transportprozess. Außerdem werden Vertreter der IATA und der Eidgenössischen Zollverwaltung anwesend sein, um Ihre Fragen zum Thema papierfreie Luftfrachtkommunikation zu beantworten.
TRAXON Forum Schweiz
7. September 2010, 15:00 bis 19:00 Uhr, Zürich
Park Inn Zurich Airport, Flughofstrasse 75
Klicken Sie hier, um sich anzumelden.

TRAXON Forum Türkei
30. September 2010, 15:30 Uhr, Istanbul
Weitere Informationen erhalten Sie von:
Herrn Ahmet Izer
E-Mail: ahmet.izer@
cargoport.net
Telefon: +90 533 591 51 73

TLF-OAC, SYCAFF & TRAXON Europe in Frankreich
Die Veranstaltung wird gemeinsam organisiert mit TLF-OAC (Fédération des entreprises de transport et de logistique de France, Overseas Air Cargo) und SYCAFF (Syndicat des companies aériennes fret en France).
21. September 2010, 10:00 bis 12:00 Uhr, Paris (vorläufiger Termin)
Aktuelle Informationen erhalten Sie hier oder bei:
Herrn Cyril Collin, Area Manager Sales
E-Mail: cyril.collin@
traxon.com
Telefon: +33 (0)1 49 19 53 69
Ein Fest für alle Muslime: Ramazan Bayram‘ı das Fest des Fastenbrechens

Der islamische Fastenmonat Ramadan ist vielen bereits bekannt. Doch wussten Sie, dass es auch ein Fest zum Abschluss des Ramadan gibt? Unser türkischer Kollege Ahmet Izer erzählt mehr davon.
Interkulturelle Kompetenz ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um globale Herausforderungen zu meistern. Für TRAXON Europe ist sie ein besonderes Anliegen. Denn bei uns ist die Vielfalt der Kulturen gelebter Alltag. Ahmet Izer ist Teil eines Team, das sich aus einer Vielzahl von Nationalitäten zusammensetzt. Das bevorstehende islamische Fest Ramazan Bayram‘ı hat für ihn besondere Bedeutung. Erfahren Sie warum.
Für Muslime hat der Ramadan begonnen. Welche Rolle spielt der Ramazan Bayram‘ı dabei?
Im Gegensatz zum Ramadan, der auch vielen Nicht-Muslimen als islamischer Fastenmonat geläufig ist, ist unser Ramazan Bayram‘ı nicht so bekannt. Dabei ist er untrennbar mit dem Ramadan verbunden, denn er markiert das Ende der Fastenzeit und damit des Ramadans: wie man sich vorstellen kann, ein für die Gläubigen sehr wichtiges und frohes Fest. Nach dem Opferfest ist es der höchste islamische Feiertag. Man nennt dieses Fest volkstümlich auch Şeker Bayram‘ı, Zuckerfest, da sich Muslime mit Süßigkeiten beschenken.
Wann findet Ramazan Bayram‘ı statt?
Das ist nicht so ganz einfach. Wie gesagt, Ramazan Bayram‘ı ist eng mit dem Ramadan verknüpft. Dieser wird nach dem Mondkalender bestimmt, und findet daher nicht immer in der gleichen Zeit statt. 2010 dauert der Ramadan vom 11. August bis zum 9. September. Das Fest des Fastenbrechens, also Ramazan Bayram‘ı, schließt sich direkt an. Es beginnt in diesem Jahr am 9. September und dauert drei Tage.
Wie wird Ramazan Bayram‘ı bei Ihnen in der Türkei gefeiert?
Im Gegensatz zu vielen anderen Festtagen wird Ramazan Bayram‘ı zum größten Teil im privaten Rahmen gefeiert. Offizielle Feierlichkeiten sind eher die Ausnahme. Für uns ist dieses Fest ein wirkliches Familienfest. Nach einem Monat des Fastens kann man sich gut vorstellen, dass ausgiebig gefeiert, gegessen und getrunken wird. Übrigens sind Datteln eine der Köstlichkeiten, die bei den Festmahlzeiten nicht fehlen dürfen.
Neben der Bedeutung für die islamische Glaubensgemeinschaft, was bedeutet dieses Fest für Sie ganz persönlich?
Auch hier ist es wichtig zu erkennen, dass Ramazan Bayram‘ı ein wesentlicher Bestandteil des Ramadans ist. Für mich ist diese Zeit wichtig, da sie mir bewusst macht, wie wertvoll die Dinge sind, die wir oftmals für selbstverständlich ansehen. Denken Sie nur an so alltägliche Dinge wie Wasser und Brot. Darüber hinaus ist der Ramadan eine wichtige Säule des islamischen Glaubens und integraler Bestandteil unserer Kultur. Wenn ich es auf den Punkt bringen soll, dann bedeutet dieses Fest für mich, Bescheidenheit wieder zu erlernen und die eigenen Bedürfnisse zu kontrollieren. Es verändert jedesmal aufs Neue meine Sichtweise auf das Leben.
Eine Frage zum Schluss: Was können andere Kulturen von diesem Fest lernen?
Ramadan und das anschließende Ramazan Bayram‘ı gehören zu den längsten Fasten- und Feierperioden unter den großen Religionen. Es ist für uns Muslime die Zeit für Vergebung und der Versuch, in Harmonie zu leben. Ich denke, dass ist etwas, das überall auf der Welt im Herzen getragen werden sollte.


